Über Stadt- und Tellerrand hinaus

Christian Goltz studiert in Cottbus und trägt es mit Fassung. Mehr noch, er findet das studentische Leben in der Lausitz mitteilenswert genug, um seinen Erfahrungen im Blog www.uni-portal.net freien Lauf zu lassen. Das ist ja mal wieder typisch, wird sich nun mancher Leser denken: Da sitzt irgend so eine Nuss in Köln am Rechner und zieht als roten Faden süffisante Anti-Ost-Polemik durch seinen Artikel. Das ist mitnichten der Fall. Würde Christian beispielsweise in Wildau oder Pforzheim studieren, wäre dieser Beitrag in nahezu identischer Form entstanden. Das nur dazu…

Der Autor des Blogs hat es sich jedenfalls zur Aufgabe gemacht, seine Erfahrungen aus dem Uni-Leben regional und darüber hinaus zu beleuchten, wobei er thematisch erfreulich breit streut (aber sprachlich hier und da etwas ruppig vorgeht). Zuletzt ging es um die Vorzüge und Nachteile des Cottbuser Semester-Tickets, doch es wird auch galant gekuppelt und Front gegen die allgemeine Frühjahrsmüdigkeit gemacht.

Eben weil es in den Artikeln immer wieder lokale Färbungen gibt (ruhig mehr davon), ist Uni-Portal.net nach Meinung von Studimensa weit über die Stadtgrenze von Cottbus hinaus empfehlenswert. Exemplarisch folgt ein Artikel zu den allgemeinen Benimm-Regeln eines Bozener Wohnheims, die Dolce Vita vollends vermissen lassen und urdeutscher kaum sein könnten.

Wohnheimregeln

Heute mal wieder ein Artikel für alle, die das Pech haben in einem Wohnheim zu wohnen oder zumindest denken, dass es bei ihnen im Wohnheim Pech wäre.

Ganz normale Regeln in einem Wohnheim sind zum Beispiel:

* auf Anfrage muss dem Hausmeister der Zugang zur Wohnung gewährt werden
* in der Wohnung darf man nur allein wohnen, das heißt aber trotzdem, dass andere zu Besuch übernachten dürfen und das auch länger als einen Tag
* Ruhestörung nach 22 Uhr ist zu vermeiden

Sicher gibt es noch viel mehr Regeln, aber wenn wir ehrlich sind, werden selbst diese 3 auch sehr bekannten kaum in einem Wohnheim streng durchgesetzt und das ist ja oft auch ganz gut so. Wer in ein Wohnheim zieht, weiß im Regelfall worauf er sich einlässt und dass Ruhestörung nach 22 Uhr eher an der Tagesordnung ist, man dafür aber den nächsten morgen bis circa 13 Uhr Ruhe hat.

Im Wohnheim Rainerum der Universität in Bozen ist das alles ganz anders. Sicher bin ich nicht der einzige, der sich über folgende streng durchgesetzte Regeln wundert:

* nach 23 Uhr darf kein Bewohner im Zimmer eines anderen sein
* Fremde dürfen nicht in die privaten Zimmer
* Wasserkocher und Kaffeemaschinen sind nicht erlaubt (ohne Kaffee in den Morgen?)
* Bei Abwesenheit von länger als 24 Stunden muss man dies dem Heimleiter melden

Was sich hier so lustig durchliest betrifft aber tatsächlich alle Studenten in diesem Wohnheim und damit auch deutsche Erasmusstudenten. Die Mietpreise des Wohnheimes liegen wohl circa 100 Euro unter der Standardmiete der Region und somit werden die Studenten sich dort wohl weiter an die kuriosen Regeln halten.


Studimensa empfiehlt betroffenen Erasmusstudenten: Sch… auf die 100 Euro!

Viele Grüße


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Ein Kommentar zu “Über Stadt- und Tellerrand hinaus”

  1. charlie 29 April 2011 at 12:47 #

    Na, die werden wohl SEHR gute Gründe haben, warum solche Regeln explizit eingeführt wurde.

    Es ist ja hinreichend bekannt, daß Erasmusstudenten den anderen richtigen Studenten das Leben sehr schwer machen.

    Vorwiegende Beschäftigung: Saufen, lärmen, schlafen – aber um himmels willen nicht studieren.

    Ich empfehle euch Vollpfosten: sucht euch was anderes.


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